Quartiere und Bürgerzentren





Liebe Bürgerinnen und Bürger,

Unsere Fraktion sieht sich auch im kommenden Jahr 2026 weiterhin als Befürworterin von Quartiersmanagements, Bürgerzentren und einer nachhaltigen, gut durchdachten Stadtentwicklung mit dem Fokus auf historischen Schlüsselimmobilien. Dafür ist die Übertragung des Leipziger Torhauses in Erbbaurecht an den Verein Bürgerzentrum Leipziger Torhaus e.V., um die Immobilie zügig sanieren zu können, auch für das Jahr 2026 unser Ziel, aber letztendlich nur ein Baustein von vielen.

2024 wurde in Ausschüssen und im Stadtrat erstmals der Planungsstand bei der Fortschreibung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (INSEK) diskutiert. Im September 2025 gab es dann eine Bürgerbeteiligungsveranstaltung in der Marienkirche.

Leider fehlte als eine sinnvolle Basis der Fortschreibung eine umfassende und auch selbstkritische Analyse dazu, was mit dem alten INSEK erreicht oder auch nicht erreicht werden konnte. Das neue Konzept enthält trotzdem viele gute Vorschläge, es darf sich aber nicht allein auf die Dessauer Innenstadt konzentrieren. Bislang völlig ausgeblendet wird der Umstand, dass in Dessau-Roßlau über 6.000 Wohnungen leer stehen, davon 4.500 Wohnungen länger als ein Jahr.

Es ist dringend geboten, den Fokus im Rahmen des INSEK auch auf diese Problematik zu legen. Ansonsten werden all die anderen schönen Ideen und Projekte nicht verhindern, dass dieser Missstand uns als Stadt „auf die Füße fällt“.

Und wie sieht es mit Roßlau aus? Für Roßlau gibt es ein eigenes Stadtteilentwicklungskonzept. 2023 fanden dazu in Roßlau mehrere Bürgerforen statt. Schwerpunktthemen wurden festgelegt und der Sachstand ermittelt. Vier Quartiersrundgänge mit BürgerInnen fanden in Roßlau statt. Der Fokus richtete sich auch auf die Revitalisierung historischer Schlüsselimmobilien wie der Bandhauer Brauerei, die sich direkt am Marktplatz befindet. Nach so viel Ideenreichtum und konkreten Projektvorschlägen wäre es doch jetzt an der Zeit, mit der Umsetzung des Konzeptes zu beginnen. Aus unserer Sicht ist es sinnvoll, eine Koordinierungsstelle in Form eines Quartiersmanagements einzurichten. Die finanziellen Mittel stehen für 2026 bereit.

Hendrik Weber

Bürgerliste Dessau-Roßlau